Lkw-Fahrer (30) schwebt in Lebensgefahr


 
Bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn wurden insgesamt drei Menschen verletzt. Die Staatsanwaltschaft ordnete ein unfallanalytisches Gutachten an.

(ir) Wegen einer Nachtbaustelle, es wurde die Fahrbahn ausgebessert, stockte am gestrigen Dienstagabend der Verkehr auf der A 9 in Richtung Nürnberg. Auf dem rechten Fahrstreifen musste deshalb ein 60-jährige Sattelzugfahrer aus dem Landkreis Kelheim gegen 21:45 Uhr zirka 5 Kilometer vor der Anschlussstele Denkendorf sein Fahrzeug fast bis zum Stillstand abbremsen. Ebenso ein ihm nachfolgender 37-jährige Kraftfahrer aus Polen. Dies bemerkte ein 30-jähriger rumänische Kraftfahrer offenbar zu spät und fuhr mit seinem Scania-Sattelzug frontal gegen das Heck des Lkw-Zuges des 37-jährigen Polen.

Anzeige


Dabei löste sich dessen Anhänger vom Lastwagen und stieß noch leicht gegen den Auflieger der Sattelzugmaschine des 60-Jährigen. Der 30-jährige Auffahrende wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden. Er erlitt bei dem Unfall lebensbedrohliche Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst nach notärztlicher Erstversorgung an der Unfallstelle in eine Münchener KIinik geflogen. Seine 26-jährige Beifahrerin wurde schwer verletzt, der 37-jährige Fahrer des Lkw-Zuges leicht. Der Rettungsdienst brachte beide zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die Polizei schätzte den Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen auf eine Höhe von zirka 115.000 Euro. Vor Ort waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Stammham, Lenting und Hepberg.

Anzeige


Sie unterstützten auch noch bei der Absicherung und nahmen auch die Gefahrenanalyse vor, weil im Lkw-Zug des 37-Jährigen Gefahrstoffe befördert wurden und durch die Kollision teilweise austraten. Die Polizei setzte die Staatsanwaltschaft über den Unfall in Kenntnis. Sie ordnete eine unfallanalytisches Gutachten an. Gegen 0:20 Uhr wurde dann der linke Fahrstreifen der A9 in Richtung Nürnberg freigegeben. Die Reinigungsarbeiten und so die Sperrung des mittleren und rechten Fahrstreifens dauern noch an. Sie dürften laut Polizei am heutigen Mittwoch gegen 12:00 Uhr beendet sein.

Anzeige