Polizei gibt Tipps zum Weihnachtsshopping


 
Eine 35-jährige Frau entdeckte in Internet ein verlockendes Angebot für eine Spielekonsole inklusive aktuellem Top-Spiel. 

(ir) Wie die Polizei mitteilte, lockte ein Betrüger mit einem äußerst günstigen Angebot für eine Spielekonsole samt Top-Spiel und bestand bei der Preisverhandlung darauf, die Zahlung über PayPal ohne Käuferschutz abzuwickeln. Angeblich habe er mit dem Käuferschutz schon schlechte Erfahrungen gemacht. Letztendlich überwies die Geschädigte etwas über 200 Euro, erhielt jedoch keine Ware. Der Kontakt zum Verkäufer brach danach ab.



In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor auffallend günstigen Angeboten, insbesondere in der Vorweihnachtszeit. Neben extrem günstigen Angeboten auf Kleinanzeigenportalen stehen auch die sogenannten Fake-Shops wieder im Fokus der Ermittler. Bei Privatkäufen sollten Sie sich trotz verlockender Angebote nicht auf Kompromisse bei der Zahlungsabwicklung einlassen. Insbesondere die „PayPal für Freunde“-Funktion sollte auch tatsächlich nur für Ihnen bekannte Personen verwendet werden. Online-Betrüger verlangen oft aus dubiosen Gründen die Bezahlung ohne Käuferschutz oder Vorauskasse. In diesen Fällen tragen Sie immer ein gewisses Risiko, dass sie in ihre Kaufentscheidung mit einbeziehen sollten.

Die Fake-Shops sind ein weiteres großes Problem in der vorweihnachtlichen Shopping-Zeit. Die gefälschten Internet-Verkaufsplattformen sind mittlerweile auf den ersten Blick nur noch schwer zu erkennen. Zum Teil werden echte Websites kopiert, mit echten Produktbildern, einem professionellem Impressum, sowie AGB ausgestattet. So gewinnen Sie das Vertrauen der Online-Käufer und locken darüber hinaus noch mit besonders günstigen Preisen oder vermeintlich tollen Set-Angeboten. Wenn ein Kunde dort Ware bestellt, bekommt er entweder minderwertige Ware zugeschickt oder erhält gar keine Lieferung. Die Anbieter versuchen dann oftmals Zeit zu schinden und berichten von Lieferschwierigkeiten usw., um ihren Fake-Shop noch möglichst lange unentdeckt betreiben zu können. Da die Täter hier oftmals aus dem Ausland agieren, ist das Löschen derartiger Shops äußerst umständlich und langwierig.



Daher rät die Polizei zu folgenden Tipps:
• Kaufen Sie nicht spontan! Vergleichen Sie die Preise über einen längeren Zeitraum und mit anderen Angeboten, sowie bei lokalen Händlern. Wenn der Preis zu schön ist, um wahr zu sein, ist er es wahrscheinlich auch nicht.
• Informieren Sie sich über unbekannte Online-Shops. Oftmals gibt es schon entsprechende Erfahrungsberichte anderer Kunden, die Aufschlüsse über die Seriosität geben können. Auch ein Anruf bei der Verbraucherzentrale kann hilfreich sein.
• Vertrauen Sie nur auf sichere Zahlungswege und lassen Sie sich nicht auf dubiose Forderungen der Anbieter ein.
• Sollten Sie bereits Opfer eines derartigen Betrugs geworden sein, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, ob die Zahlung gegebenenfalls rückgängig gemacht oder noch storniert werden kann. Außerdem sollten Sie alle möglichen Beweise, wie Kaufvertrag, Schriftverkehr, Bestellbestätigung oder Screenshot der Website sichern, ausdrucken und damit bei ihrer örtlichen Polizei Anzeige erstatten.