Führung zur Bronzezeit: Der Schatzfund von Dünzlau


 
Am Sonntag, 17. März 2019 um 15:00 Uhr lädt das Ingolstädter Stadtmuseum zu einer Führung zum Schatzfund aus Dünzlau ein. 

(ir) Der Schatz von Dünzlau ist der größte spätbronzezeitliche Hortfund Süddeutschlands. Mit über 1800 Objekten und einem Gesamtgewicht von mehr als 33 Kilo stellt er eine Ansammlung von Bronze- und Kupferobjekten dar, die typisch für die frühe Spätbronzezeit (13./12. Jh.v.Chr.) ist. Die Funde reichen von alltäglichen Objekten, zum Beispiel Sicheln, Beilen und Messern, über Schmucknadeln und qualitativ hochwertigen Arm- und Beinschmuck, Schwerter und Lanzenspitzen bis hin zu wertvollem Rohkupfer in Form von Gusskuchen. Die Brucherzhorte bilden eine Grundlage für die Metallurgie und Metallwirtschaft der mitteleuropäischen Spätbronzezeit.



Die Objekte stammen aus verschiedenen Regionen Süddeutschlands und sind nahezu alle zerbrochen und verschlissen. Die vielfältige Zusammensetzung, der Grad der Fragmentierung und Abnutzung sowie das Rohmaterial weisen den Hort als für das Recycling bestimmtes Metalllager der Spätbronzezeit aus. Der Fund stellt einen Glücksfall für die Archäologie dar. Er konnte, im Gegensatz zu vielen Funden dieser Art, nach seiner zufälligen Entdeckung 2014 vollständig geborgen und nach modernen Standards restauriert und dokumentiert werden.