Festgottesdienst der Krankenhaus-Namenspatronin



Der diesjährige Gottesdienst zu Ehren der Heiligen Elisabeth fand in der Kirche Sankt Augustin statt.

(ir) Kürzlich war es endlich wieder möglich, gemeinsam mit dem Konvent des Ordens Sankt Elisabeth, Mitarbeitenden des AMEOS Klinikums Sankt Elisabeth Neuburg sowie Freundinnen und Freunden des Krankenhauses einen Festgottesdienst zu Ehren der Namenspatronin Heilige Elisabeth zu feiern.



Coronabedingt fand dieser noch nicht wie üblich im Lichthof des Krankenhauses statt, sondern in der Kirche Sankt Augustin. Angelika Heimisch und Anne Kohler-Hoffmann von der Klinikseelsorge des Krankenhauses hatten diesen Gottesdienst mit großem Engagement vorbereitet. Dominic Leutgäb von der Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Heilig Geist und Marcel Frölich, Spiritual im Kloster Sankt Elisabeth konzelebrierten den Festgottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Michael Saurler, Leiter der Kranken- und Krankenhauspastoral im Bistum Augsburg.



Überall im sehr gut besuchten Gottesdienst kamen Frauen zu Wort, die mit dem Kloster und dem Klinikum eng verbunden sind: Sr. Maria Goretti, langjährige Oberin der Elisabethinerinnen und ehemaliges Mitglied der Krankenhausleitung, hielt die Lesung. Impulse aus dem Leben der Heiligen Elisabeth trugen neben Angelika Heimisch und Anne Kohler-Hoffmann, Ann-Kathrin Schmidt als stellvertretende Krankenhausdirektorin, Maria Schimmer für die Pflege und Roswitha Haß vom Vorstand des Freundeskreises „Klinik Sankt Elisabeth“ vor. Die musikalische Umrahmung gelang dem Rohrenfelser Kirchenchor unter der Leitung von Maria Huneker in der diesem Klangkörper eigenen modernen, fröhlichen und besinnlichen Weise.



In seiner Predigt widmete sich Pfarrer Michael Saurler einem Wort, das im Neuen Testament an verschiedenen Stellen den Blick Jesu auf die Menschen beschreibt: „Er hatte Mitleid mit ihnen“. Der Geistliche betonte, dass damit keine geringschätzende Bewertung mitschwinge – im Gegenteil: Das griechische Verb „sympathein“ im Sinne von „Mit-Leiden“ entspricht einem Blick, der die Not des anderen Menschen sieht, ohne ihn zu verurteilen. Besonders die Pflegenden, aber auch die anderen Teilnehmenden des Festgottesdienstes ansprechend, führte Michael Saurler aus, dass so ein liebevoller, achtender Blick das Innerste einer Berufung sein kann: Der andere rührt mich an, ich will ihm helfen.

Münzausstellung


Dass die Heilige Elisabeth sich den Armen und Kranken in eben dieser Weise widmete, gegen alle Widerstände und trotzdem frohen Herzens, möge jede und jeden von uns dazu einladen, Menschen, die uns begegnen, mit diesem Blick anzusehen. Ein Blick, der diese Menschen verwandelt, weil er ihnen in der Bedrängnis Würde, Hoffnung und Vertrauen schenkt. Und der uns auch immer wieder verwandelt, weil wir spüren, dass er aus der Mitte unseres Herzens kommt.



„Für das Jahr 2023 ist geplant, dass der Festgottesdienst dann wieder im Lichthof des AMEOS Klinikum St. Elisabeth stattfinden wird“, so Regionalgeschäftsführer Süd, Rudolf Schnauhuber, worauf sich AMEOS und die Krankenhausleitung sehr freuen.